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Zunftabend

Wildes Wochenende der Sulzer Schloßbühl- Jägern und Ranzengarde übertraf alle Erwartungen

Narren in der Sulzberghalle außer Rand und Band

Unter dem Motto „Wildes Wochenende“ feierten die Sulzer „Schloßbühl- Jäger“ und „Ranzengarde“ ihr 25- jähriges Bestehen mit einem bunten Programm in der bis auf den letzten Platz belegten Sulzberghalle. Nachdem die beiden Schloßbühljäger Nicole Hemberger und Guido Braun die einzelnen Narrenzünfte herzlich bei dieser Jubiläumsveranstaltung in Sulz begrüßen durfte, ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Geboten wurde den gut gelaunten Narren ein abwechslungsreiches und fetziges Programm, wobei einmal ein Tanz und danach wieder Guggenmusik vom feinsten dargeboten wurde. Und was sich dabei die einzelnen Gruppen und Zünfte dabei haben einfallen lassen, das war schon erste Sahne. Die Eröffnung war dann der Lahrer Narrenzunft vorbehalten, die einen gekonnt und fetzig einstudierten Gardetanz auf das Parkett legten und ohne eine Zugabe durften die „Lahrer Girls“ die Bühne dann nicht verlassen.  Mit Trompeten und Pauken marschierte dann die Scheirerborzler aus der Nähe von Bruchsaal auf die Bühne, wobei neben der Guggenmusik auch die Rotgolden Kostüme besonders ins Auge stachen. Aufgelockert wurde der Jubiläumsabend immer wieder durch die Partyband „Caprice“ die mit ihren Fastnachtshits den bereits in Stimmung geratenen Narren ganz gewaltig einheizte. „Tanz der Pharaonen“ lautete die Darbietung der Kippenheimer Hexen, die diesmal ein Männerballett ins Rennen schickte. Dass dabei kein Auge trocken blieb, das verstand sich dann von selbst. Heimvorteil hatten danach auch die „Richebacher Schutterschlurbi“ die nicht nur durch ihre übergroßen Schlurpen, sondern auch gesanglich  von sich Reden machten. Als diese bunte Gruppe mit ihren Trompeten und Saxophone so richtig in Stimmung kam, da hielt es die Narren aus Nah und Fern nicht mehr auf ihren Stühlen. Es wurde spontan geschunkelt, geklatscht und mitgesungen und mit viel Beifall wurden die Lahrer Vorstädter nach zahlreichen Zugaben von der Showbühne verabschiedet.  Die Stimmung kochte noch in der rappelvollen Sulzberghalle als es plötzlich unheimlich wurde, denn die Galgenberghexen aus Lahr präsentierten einen schaurigen Tanz um Tod und Leben, wobei sich beim Schlussfinale allerdings wieder alles zum Guten für die bereits auf dem Scheiterhaufen gelandeten Hexen wendete. Doch diese Traurigkeit hielt nicht lange an, auch wenn sich die „Hörsturz“ Guggenmusiker aus Furtwangen ganz in „Schwarz“ durch die Gänge der Kulturhalle schlängelten. Wie es der Name bereits aussagt, die Musik der 35 köpfigen Gruppe aus dem hohen Schwarzwald war zwar sehr laut, doch bewiesen diese einmal mehr, dass echte Guggenmusik mehr ist als nur überhöhte Dezibelzahlen und durchaus Trommelfell-erträglich interpretiert werden kann, ohne von ihrem Reiz einzubüßen. Dieser wilde Haufen, der eine super Stimmung in die Halle zauberte, wurde von den Narren mit viel Beifall und von der Hauskapelle Caprice mit dem traditionellen Narrhallamarsch von der Tribüne geleitet. Fünf Mädels und drei Buben schickten die Bachdatscher aus Nordweil auf die Bühne, die dann unter anderem auch moderne Discotänze zum Besten gaben. Die Guggenmusiker „Überdruck“ aus Schwäbisch Gmünd ließen danach regelrecht die Sau raus und waren einfach nicht klein zu kriegen. Eine Zugabe nach der anderen folgte und nicht nur die  Musik war ein Klang für die Ohren, sondern auch die ganz in lila gehaltenen  Kostüme waren schon eine Augenweide. Diese Zeit zwischen den kleinen Umbauphasen war dann immer wieder der Partyband Caprice vorbehalten, die immer wieder für Stimmung unter den Festbesuchern sorgten, die sich dann auch an einem der Bier oder Sektstände genüsslich verweilten. Nachdem die acht Girls der „Emotions Stepp“ aus Nordweil mit einem flotten Tanz begeistern konnten, folgte mit dem Auftritt der „Oschtalb Ruassgugga“ aus Aalen der Hit des Abends. Über 40 Narren, ganz in Bergmannskluft eingekleidet, verzauberten die Sulzberghalle in ein Tollhaus. Was diese Gruppe darbot, da verschlug es einem fast die Sprache. Schon allein die Masken waren eine Sehenswürdigkeit und als dann noch ein fetziger Titel nach dem anderen in die stimmungsgeladene Sulzberghalle geschmettert wurde, wollte eigentlich keiner so recht daran glauben, dass dies der letzte Programmpunkt dieses närrischen Abends sein sollte. Doch nach dieser gigantischen Vorstellung der Gäste aus Aalen war natürlich noch lange nicht Schluss. Den Ausklang der „Wilden Nacht“ der Sulzer Schloßbühl – Jäger und  Ranzengarde übernahm dann die Hauskapelle "Caprice" mit bunter Unterhaltungs- und Stimmungsmusik nach dem Motto "Dies und das, für jeden was". Fazit dieser zweiten „Wilden Nacht“ anlässlich des 25- jährigen Vereinsjubiläum, es wurde ein Buntes, Kurzweiliges und Unterhaltsames Programm geboten, das seinesgleichen sucht.

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