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Die Chrysanthema startete mit einem bunten Wochenende
Chrysanthema heißt die Blütenschau in Lahr, die am Samstag begann und bis zum 7. November dauert. Das Motto heuer lautet
"Blütenmärchen", aber Frau Holles Schneeflocken rieselten am Wochenende leider nur in Form von Regentropfen über die Stadt. Einen passenden Vorschlag, wie man die Chrysanthema auch bei dem ungemütlichen Wind genießen
konnte, der am Sonntag durch die Straßen der Stadt fegte, hatte die sympathische junge Sängerin Kristina Bach in ihrem musikalischen Gepäck: "Erst ein Cappuccino, dann ein bisschen Vino und dann sehr viel Du".Da
konnte es den Besuchern, die sich vor der großen Bühne auf dem Marktplatz dicht an dicht zusammendrängten, um auch in diesem Jahr wieder beim Schlagerfestival von SWR 4 live dabei zu sein, doch nur warm ums Herz werden. Zumal
sich auch Michael Morgan zuvor schon mit seinen ebenso gefühlvollen Liedern besonders in die Herzen der anwesenden Damen gesungen hatte: Wo so viel von wahrer Liebe die Rede ist und Songtexte versprechen "Engel lässt man
niemals geh’n" – da schwebt doch jede Frau gleich auf Wolke sieben davon. Doch Moderator Reiner Kirsten von SWR 4 hatte für die dreistündige Show im Rahmen der Chrysanthema noch mehr Höhepunkte mitgebracht – Stars zum
Anfassen nah, die allesamt ohne Playback einen bunten Mix aus bewährten und aktuellen Hits präsentierten. Einer davon war der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Schweizer Sänger Leonard, der seine neueste CD "Die Jahre
hinter mir" vorstellte. Mit von der Partie war auch in diesem Jahr wieder die temperamentvolle Sängerin Rosanna Rocci, die mit ihren Songs italienisches Flair verströmte. Last but not least sei auch der "Sunny Boy der
60er Jahre", Graham Bonney, zu nennen, der auch nach über 40 Jahren im Showgeschäft nichts von seinen Entertainer-Qualitäten verloren hat. Sein Repertoire kam frisch wie eh und je daher und lud zum ausgelassenen
Mitschwingen ein. Heißt doch sein neuester Titel nicht umsonst: "Alles ist noch da." Doch natürlich spielte an diesem ersten Chrysanthemen-Sonntag nicht nur die musikalische Unterhaltung eine wichtige Rolle. Genau so
viel Zuspruch des gut gelaunten Publikums fanden auch die anderen Attraktionen: So drehten auf dem Platz vor dem Rathaus zahlreiche Besucher eine Runde mit dem Riesenrad und genossen trotz Wolken den Blick auf das belebte
Städtchen von oben. Andere hielten sich vor dem prächtig geschmückten Storchenturm auf, flanierten durch die dekorierten Straßen, schauten sich die Blumenarrangements aus der Nähe an, ließen sich von ihren Begleitern mit dem
einen oder anderen Motiv im Hintergrund fürs Familienalbum ablichten.Wer die ganze Pracht lieber gemütlich betrachtete, konnte sich in das Badenova-Bähnle setzen und eine Runde durch die Stadt drehen. Sehr beliebt und gerne in
Anspruch genommen wurden auch in diesem Jahr die öffentlichen Führungen zu den besonders markanten Plätzen der Chrysanthema, die unter der sachkundigen Leitung von eigens dafür geschultem Personal stattfanden. Dabei wurde auch
so manche lustige Anekdote erzählt, die den Besuchern auf unterhaltsame Art einen Einblick in die Stadtgeschichte boten. Als Besucher-Magnet erwies sich wie in den Vorjahren der verkaufsoffene Sonntag. Ganze Familien waren zu
sehen, die sich mit prall gefüllten Einkaufstüten durch die Marktstraße schoben, auf der Suche nach weiteren günstigen Angeboten.Wie immer nutzten auch viele Besucher aus dem Elsass diese besondere Einkaufsmöglichkeit. Die
meisten Händler hatten sich zusätzlich zu ihrem Angebot vorsorglich Gedanken gemacht, womit sie ihre Kunden verwöhnen könnten.
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